Vorgeschichte

Die Vorgeschichte zur Gründung des Airports

Erstmalig im Jahre 1966 wurden Überlegungen bekannt, einen Flughafen für die „Allgem. Luftfahrt" im südöstlichen Raum zu errichten, der sich von einem Verkehrslandeplatz unterscheiden und eine Mindeststartbahnlänge von 2.000 m aufweisen sollte.


Dieser „kleine Verkehrsflughafen" wurde dann mit der Bezeichnung „Regionalflughafen" eingeführt. und sollte 4 Hauptfunktionen übernehmen:

  • regionaler Schwerpunkt für die Allgemeine Luftfahrt
  • Station für Werksluftverkehr und gewerblichen Verkehr mit größeren Luftfahrzeugen
  • Station für den regionalen Linienflugverkehr , auch als Zubringer zu den in- und ausländischen (internationalen) Flughäfen
  • Station für Flugtouristikverkehr

Voraussetzung war eine Start- und Landebahn von mindestens 2.000 m Länge und 45 m Breite,

  • ein Abfertigungsgebäude
  • eine oder (nach Bedarf) mehrere Flugzeughallen mit Werft
  • ein Flugsicherungssystem mit entsprechenden Anfluglinien, ein Instrumentenanflugverfahren (ILS) mit Flugverkehrskontrolldienst (Tower) sowie einem kontrollierten Luftraum (Kontrollzone)

Mit dem Bau des neuen Flughafens sollten Flugzeuge der Größenordnung bis einschl. Boeing 737/727 landen können. Flugzeuge dieser Kategorie konnten damals immerhin schon bis zu 120 Personen befördern und hatten eine Reichweite von ca. 3.000 km.

 

Die Kreise des früheren Hochstiftes Paderborn hatten ihr Interesse an dem Flughafen gezeigt .
Der Standort Ahden wurde gewählt, weil er günstig zwischen den Verdichtungsräumen Bielefeld, Paderborn, Kassel und dem östlichen Ruhrgebiet liegt. Er wurde dann auch straßenmäßig optimal angebunden.
Auf Initiative des damaligen Staatssekretärs beim Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes NRW (Dr. Stakemeier) einigten sich im Laufe des Jahres 1969 die früheren 6 Kreise Brilon, Büren, Höxter, Lippstadt, Paderborn und Warburg, unter Voraussetzung einer entscheidenden Förderung des Vorhabens durch Finanzhilfen des Landes, einen Regionalflughafen zu errichten und zu betreiben.


Sie gründeten am 13.10.1969 die „Regionalflughafen Südost-Westfalen GmbH" mit Sitz in Paderborn. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde der damalige Oberkreisdirektor des Kreises Paderborn, Werner Henke gewählt und zum Geschäftsführer Kreisoberverwaltungsdirektor Dr. Wesche, Paderborn.
Nach der Gebietsreform am 01.01.1975 und Beitritt weiterer Gesellschafter am 10.06.1986 waren der Hochsauerlandkreis, Kreis Höxter, Kreis Paderborn, Kreis Soest, Kreis Gütersloh, Kreis Lippe, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und IHK Lippe zu Detmold Gesellschafter des kleinen Flughafens im Paderborner Land.


Fluglinien waren von 1975 bis 1979 für die Flugstrecke Paderborn/Frankfurt die DLT Deutsche Luftverkehrsgesellschaft Frankfurt, eine Tochter der Lufthansa und anschließend auch für die Strecken nach München und Stuttgart die RFG Regionalflug GmbH Dortmund.


Berlin-Flüge führte die amerikanische Tempelhof Airways durch.


Geflogen wurde damals im wesentlichen mit einem 18-sitzigen Metroliner, einer Turbopropmaschine.
1988 begann mit dem Reiseveranstalter TUI der Touristikflugverkehr mit einer Boeing 737 der Hapag Lloyd 2 x wöchentlich nach Mallorca. Im Winter 1988/89 wurde Gran Canaria angeflogen. Ab Frühjahr 1989 gab es Flüge für TUI und ITS mit Hapag Lloyd und Air Europa nach Mallorca und Ibiza.